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Herkunft. Kunst. Design.

Wie Feller zur Designmarke wurde

Die Wurzeln von Feller reichen zurück bis ins Jahr 1909 in Horgen. Was als Unternehmen für elektrische Apparate startete, entwickelte sich zu einer der prägenden Marken der Schweizer Elektroinstallationsbranche.

Feller steht jedoch für weit mehr als technische Innovation. Das Unternehmen verkörpert unternehmerischen Weitblick, gesellschaftliche Verantwortung und das Engagement von Menschen, die ihre Entwicklung nachhaltig geprägt haben – allen voran Elisabeth Feller. Als Unternehmerin, Kunstförderin und Sammlerin verlieh sie Feller eine kulturelle Dimension, die das Unternehmen bis heute beeinflusst. 

Die Publikation «Kunst u. immer wieder Kunst – Elisabeth Fellers Sammeln und die Feller AG» beleuchtet dieses facettenreiche Erbe. Am 27. August 2026 im Innovation Hub der Feller AG in Horgen wurde dies an einer exklusiven Buchvernissage vorgestellt.

Von Horgen in die Schweiz

Mit der Übernahme eines Geschäfts für elektrische Apparate in Horgen legt Adolf Feller den Grundstein für das Unternehmen. In einer Zeit, in der Elektrizität noch keine Selbstverständlichkeit ist, erkennt er das Potenzial einer Entwicklung, die das Leben der Menschen nachhaltig verändern wird.

Der Erste Weltkrieg verändert die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen grundlegend. Importprodukte werden knapp und Feller beginnt, eigene Produkte zu entwickeln und zu fertigen. 

Mit dem Bau des ersten Fabrikationsgebäudes entsteht die Grundlage für das, was Feller in den kommenden Jahrzehnten werden soll: ein Schweizer Hersteller mit eigener Handschrift.

Mit der wachsenden Nachfrage nach Elektroinstallationsmaterial erweitert sich das Sortiment kontinuierlich. Schalter, Steckdosen und weitere Produkte aus Horgen halten Einzug in immer mehr Wohnungen, Schulen und öffentliche Gebäude. 

Aus einem lokalen Unternehmen wird Schritt für Schritt eine Marke, die den Alltag in der Schweiz mitprägt.

Elisabeth Feller – Unternehmerin und Kunstförderin

Nach dem Tod von Adolf Feller übernimmt seine Tochter Elisabeth Feller im Alter von nur 21 Jahren die Verantwortung für das Unternehmen. 

Sie sichert nicht nur die Zukunft von Feller, sondern bringt neue Perspektiven ein. Offenheit, Neugier und ein ausgeprägtes Interesse für Kultur, Architektur und Kunst prägen ihr Wirken und hinterlassen bleibende Spuren im Unternehmen.

In den 1940er Jahren lernt Elisabeth Feller den Architekten und Künstler Hans Fischli kennen. Diese Begegnung eröffnet ihr einen neuen Zugang zur Welt der Kunst. 

Was mit persönlichem Interesse beginnt, entwickelt sich über die Jahre zu einem weitreichenden Netzwerk aus Künstlerinnen und Künstlern, Architekten, Wissenschaftlern und Unternehmern. Kunst wird für Elisabeth Feller zu einer Quelle der Inspiration, die ihr Denken und Handeln nachhaltig prägt.

Nach und nach hält die Kunst auch bei Feller Einzug. Skulpturen, Gemälde und architektonische Elemente werden Teil des Arbeitsumfelds und prägen Werkhallen, Büros und Aussenräume. 

Gestaltung wird dabei nicht als Dekoration verstanden, sondern als selbstverständlicher Bestandteil des täglichen Lebens. Eine Haltung, die das Unternehmen nachhaltig prägt und deren Einfluss bis heute spürbar ist.

Schweizer Wurzeln, globale Stärke

Feller wird Teil von Schneider Electric. Die Verbindung eröffnet Zugang zu internationalem Know-how und globalen Technologien.

Heute verbindet Feller Schweizer Design, Innovation und eine über hundertjährige Geschichte.

Mehr als Funktion

Bei Feller war Design nie Selbstzweck. Es entstand aus dem Anspruch, Funktionalität, Qualität und Langlebigkeit in einer klaren Form zu vereinen. Über Jahrzehnte hinweg entwickelte sich daraus eine eigene Gestaltungskultur: Schalter wurden zu selbstverständlichen Bestandteilen von Architektur und Raumgestaltung, ohne dabei ihre ursprüngliche Funktion aus den Augen zu verlieren. Diese Haltung prägt die Marke bis heute – und reicht weit über die Produkte selbst hinaus.

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Wie sich STANDARDdue von damals bis heute entwickelt hat

Wie wird aus einem Gebrauchsgegenstand eine Ikone? Die Antwort beginnt ganz unscheinbar. An der Wand. Im Alltag. Dort, wo ein Lichtschalter jeden Tag benutzt wird, ohne Aufmerksamkeit zu verlangen. Genau darin liegt seine Kraft. Was sich über Jahrzehnte bewährt, wird vertraut. Was vertraut bleibt, gewinnt Bedeutung.

1932 bringt Feller den ersten SEV-geprüften Kippschalter auf den Markt. 

Im Mittelpunkt stehen Sicherheit, Zuverlässigkeit und eine einfache Bedienung. Der Schalter folgt einer klaren Logik: Er soll funktionieren, verständlich sein und den Alltag erleichtern. Eine Haltung, die Feller bis heute prägt.

Mit dem Wippenschalter beginnt eine neue Phase.
 
Max Bill nimmt den Wippenschalter in die Wanderausstellung «Die gute Form» des Schweizerischen Werkbunds auf und nennt ihn die «vielleicht endgültige Form eines Lichtschalters». Damit wird sichtbar, was viele längst spüren. Hier überzeugt ein Objekt nicht nur technisch, sondern auch gestalterisch. Aus Funktion wird Formkultur. Aus einem Alltagsgegenstand wird Schweizer Designgeschichte.
 
Seine reduzierte Gestaltung und die selbstverständliche Art der Bedienung zeigen früh, was gutes Design ausmacht: Es fällt nicht auf. Es funktioniert.

Mit Standard entsteht ein Schweizer Klassiker. 

Die Form ist klar, zurückhaltend und zeitlos. Über Jahrzehnte hinweg prägt Standard Wohnungen, Arbeitsräume und öffentliche Gebäude in der ganzen Schweiz. 

Die Produktlinie wird zum Klassiker, weil sie sich nicht in den Vordergrund drängt. Sie passt sich ihrer Umgebung an und bleibt dabei unverwechselbar.

Mit STANDARDdue interpretiert Feller den Klassiker neu. 

Die charakteristische Gestaltung bleibt erhalten und wird mit moderner Technik sowie den Anforderungen zeitgenössischer Architektur verbunden. 

So entsteht eine Produktlinie, die Vergangenheit und Gegenwart verbindet – vertraut im Erscheinungsbild und gleichzeitig bereit für die Anforderungen von heute. 

Das Ergebnis steht exemplarisch für das Designverständnis von Feller: langlebig, funktional und konsequent weitergedacht. 

Kunst als Inspiration

Dieses Designverständnis entstand nicht zufällig. Elisabeth Fellers Begeisterung für Kunst, Architektur und kulturellen Austausch prägte die Unternehmenskultur nachhaltig. Ihre Überzeugung, dass gute Gestaltung den Alltag bereichert, wirkte weit über ihre eigene Zeit hinaus. Sie schuf ein Umfeld, in dem Kunst, Architektur und Design nicht getrennt voneinander gedacht wurden – ein Einfluss, der bis heute in der Identität von Feller spürbar ist.

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Buchvernissage: Elisabeth Fellers Kunstsammlung entdecken

Aus Elisabeth Fellers Begeisterung für Kunst entstand über Jahrzehnte hinweg eine aussergewöhnliche Sammlung. Sie vereint Werke renommierter Schweizer Künstlerinnen und Künstler und gibt Einblick in ein Netzwerk aus Freundschaften, Begegnungen und gegenseitiger Inspiration.

Mit dem Buch «Kunst und immer wieder Kunst – Elisabeth Fellers Sammeln und die Feller AG» wird diese Geschichte erstmals umfassend dokumentiert.

An der Buchvernissage vom 27. August 2026 im Innovation Hub der Feller AG in Horgen gab es exklusive Einblicke in die Sammlung, die Publikation und das kulturelle Erbe von Elisabeth Feller. 

Von der Inspiration zur Innovation

Was Elisabeth Feller einst durch ihre Sammlung förderte, war mehr als die Wertschätzung einzelner Kunstwerke. Es war die Überzeugung, dass gute Gestaltung Bestand hat und den Alltag bereichert. 

Mit Feller ELEMENT lebt dieser Anspruch in der Gegenwart weiter. Die Designlinie verbindet hochwertige Materialien, präzise Verarbeitung und eine klare architektonische Sprache mit aussergewöhnlicher Widerstandsfähigkeit. So gelingt der Spagat zwischen anspruchsvollen Umgebungen und modernen Wohnräumen – ergänzt durch neue Funktionen für die Anforderungen von heute. Dass Feller ELEMENT beim Design Preis Schweiz 2025 zu den Top Vier zählt, zeigt, dass zeitlose Gestaltung und funktionale Innovation Hand in Hand gehen. 

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Internationale Anerkennung

Die Anerkennung beim Design Preis Schweiz war dabei kein Einzelfall. Mit dem iF Design Award 2026 erhält Feller ELEMENT auch auf internationaler Ebene eine der renommiertesten Auszeichnungen für Produktdesign.

Die Auszeichnung würdigt einen Ansatz, der Funktion, Material und Gestaltung als Einheit versteht. Mit seiner Kombination aus Langlebigkeit, Präzision und klarer Formensprache steht Feller ELEMENT für eine Haltung, die bereits Elisabeth Fellers Blick auf Kunst und Architektur bestimmte: Qualität, Beständigkeit und Gestaltung als Werte, die über den Moment hinauswirken. Eine Haltung, die auch heute internationale Anerkennung findet. 

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